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Nur ein paar Gedanken:                                               

„Ablenkung ist Flucht vor den eigenen Gedanken“

Dieser Satz kristallisierte sich nach einem Telefongespräch während meiner Reha-Zeit mit meinem Kumpel „Farina“ immer mehr bei mir heraus.

Farina und ich kommen aus Gelsenkirchen, also tiefster Kohlenpott. Farina fragt mich also im reinsten Ruhrgebiets Hochdeutsch:

„Und, sach ma, bisse schon mit paar Kumpels rausgewesen?“

Daraus entwickelte sich ein doch etwas tieferes Gespräch.

Ich sagte ihm, dass ich das zum jetzigen Zeitpunkt nicht brauche, weil das ja wieder eine Flucht vor meinen Gedanken sei. Die Zeit, die mir in der Reha geschenkt wird, möchte ich nutzen, um mich mit dem, was mich depressiv werden ließ, auseinanderzusetzen.

Mir ist klar dass sich der oben genannte Satz für einige sehr provokant anhört. Viele haben ein so großes Päckchen mit sich zu tragen, dass sie selbstverständlich dankbar für jedes bisschen Ablenkung sind. Ich meine, das ist auch absolut richtig. Natürlich muss ich nicht den ganzen Tag über meine Probleme grübeln. Das ist auch nicht gesund.

Andauernde Ablenkung aber, führt in die Verdrängung und letztendlich dazu, dass ich das, was mich beschäftigt und mir auch zusetzt, gedanklich nicht mehr zulasse. Der Teufelskreis schließt sich.

Es geht mir auch nur darum, mir bewusst zu sein, „Weshalb lenke ich mich ab?“.

Mir war es wichtig, mich auf mich selbst einlassen und  mit meinen Gedanken auch mal allein sein zu können.

Meditation,  Atemtechniken und Spaziergänge sind hervorragende Hilfsmittel dafür.

Gedanken, die ich vorher nie gehabt habe, drängten sich immer mehr auf.

„Erst wenn ICH mich ändere, kann ich was verändern.“

Sogar der Blutdruck normalisierte sich wieder.

„Die Zeit bewirkt Wunder“

Vieles ist mir während der Rehazeit im wahrsten Sinne bewusster geworden.

Wie gesagt: Nur ein paar Gedanken